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Eine Pastorin aus der Nachbarschaft

  • Propst Matthias Krüger und Pastorin Sandra Reimer.

Jevenstedt – Ein Neuanfang ist ein Grund zum Lob Gottes. Ein Neuanfang am Sonntag Jubilate in der Kirchengemeinde Jevenstedt. Diesen Neuanfang hat Pastorin Sandra Reimer erleben dürfen, als sie am gestrigen Sonntag (8. Mai) von Propst Matthias Krüger in der St.-Georg-Kirche in Jevenstedt begrüßt wurde. Eine Woche nach ihrer Ordination im Schleswiger Dom ist die junge Pastorin damit in ihrer Kirchengemeinde angekommen. In einer Gegend, die Sandra Reimer gut kennt, ist sie doch im benachbarten Brammer aufgewachsen. Sie wohnt bis zum Umzug ins Pastorat, das derzeit renoviert wird, auch noch in der Gemeinde zwischen Jevenstedt und Nortorf. 

Jetzt ist sie Pastorin im Probedienst. Drei Jahre dauert diese Zeit, bis sie Pastorin auf Lebenszeit werden kann. Propst Krüger rief die Kirchengemeinde dazu auf, die neue Pastorin ankommen und sich orientieren zu lassen. Auch Pastorin Reimer möge sich die Ruhe und die Zeit nehmen, die sie brauche. „Schön, dass sie da sind. Schön, dass sie Lust haben, Wort und Sakrament zu verwalten, für die Seelen zu sorgen und Gott dem Schöpfer nachzuspüren.“ Nach der Ansprache wurde die Urkunde verlesen, und der Propst segnete Sandra Reimer für ihre Arbeit in Jevenstedt.

Die Pastorin selbst sprach in ihrer ersten Predigt in der Jevenstedter Kirche von Plänen. Von den Plänen der Menschen und den Plänen Gottes. Ausgangspunkt war die Schöpfungsgeschichte aus der Bibel, der vorgesehene Predigttext für den Sonntag. Gott hatte die Erde und alles, was auf ihr war, gut geschaffen, heißt es dort. Gott hatte einen Plan, aber wie das mit Plänen so ist: Wenn Menschen ins Spiel kommen, werde es schwierig, sagte Sandra Reimer.

Oft genug müssen Pläne wieder über den Haufen geworfen werden. Das gehe uns heute im Kleinen so, und Gott hat es bei der Schöpfung ebenfalls erlebt, sagte Reimer. „Denn in der Realität funktionierte der Mensch nicht ganz so, wie Gott es sich ausgemalt hatte.“ Nach dem Sündenfall also Plan B, mit dem Gott uns wieder von der Sünde befreien wollte. „Dieser Plan wurde im Ostergeschehen mit Jesu Tod und Auferstehung verwirklicht“, sagte Reimer und schloss damit den Bogen von der Schöpfung bis zu Jesus Christus. Gott habe uns Menschen so sehr geliebt, dass er wirklich alles dafür getan habe, um uns zu retten.

„Gottes Plan A war zwar sehr gut, aber er hat leider nicht funktioniert. Darum hat er den noch besseren Plan B geschaffen.“ Für Sandra Reimer heißt dies: „Dank dieses Planes bin ich mir sicher, dass am Ende alles gut ausgehen wird. Auch wenn einer meiner Pläne mal wieder scheitert, dann suche ich trotzdem weiter nach Plan B.“ In der Kirchengemeinde Jevenstedt kann sie nun gemeinsam mit den Mitarbeitenden und den Ehrenamtlichen in den kommenden Jahren viele Pläne machen. Und wenn sie nicht funktionieren, dann folgt Plan B.

Zahlreiche Grußworte wurden im Anschluss an den Gottesdienst von den Kommunen und Vereinen überbracht. Die Freude auf und über Pastorin Reimer wurde deutlich. Beim anschließenden Empfang mit Sekt und Schnittchen vor der Kirche unter dem strahlend blauen Himmel nahm Pastorin Reimer die Glückwünsche der Gemeindeglieder entgegen.

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