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Kirchenkreiswechsel ist kein Reifenwechsel

  • Symbolische Übergabe der Schätze der Kirchengemeinden Altenholz und Schilksee-Strande von Propst Sönke Funck an Pröpstin Almut Witt.
  • Gestalten den Weg zur Fusion der vier Kirchengemeinden: Die neuen Kirchengemeinderäte, Pastorinnen und Pastoren sowie weitere Leitungspersonen.
  • Propst Sönke Funck bei seiner Ansprache.
  • Das Eivind-Bergrav-Zentrum in Altenholz war im Gottesdienst gut gefüllt.
  • Das Eivind-Bergrav-Zentrum in Altenholz (rechts) und die Dietrich-Bonhoeffer-Kirche in Kiel-Schilksee gehören nun zum Kirchenkreis Altholstein.

Altenholz - Die Kirchengemeinden Altenholz und Schilksee-Strande gehören jetzt zum Ev.-Luth. Kirchenkreis Altholstein, anstatt zum Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde. Diesen Wechsel feierten sie am Sonntag mit einem festlichen Gottesdienst im bis auf den letzten Platz besetzten Eivind-Berggrav-Zentrum. Auch Bischof Gothart Magaard war nach Altenholz gekommen. Pröpstin Almut Witt hieß die Kirchengemeinden in Altholstein willkommen, Propst Sönke Funck verabschiedete sie aus dem Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde.

In der kurzen Ansprache Funcks klang Wehmut mit: "Diese Gemeinde Altenholz ist meine Heimatgemeinde. In dieser Kirche wurde ich konfirmiert, hier wurden meine Eltern beerdigt." Er wies darauf hin, dass der Verlust zweier Gemeinden seinen Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde auch finanziell schmerze. "Ein Kirchenkreiswechsel ist eben etwas anderes als ein Reifenwechsel", hob Funck die Bedeutung dieses Einschnittes hervor. Symbolisch übergab er seiner Kieler Amtskollegin Almut Witt eine Schatzkiste. Sie stünde für die Schätze der beiden Gemeinden: für die engagierten Menschen, die vielfältigen Orte, den guten Geist und den lebendigen Glauben. "Behandle sie gut, wie auch ich es versucht habe", rief er Witt zu. Das versicherte die Kieler Pröpstin und betonte, worum es bei diesem Wechsel der Kirchenkreise eigentlich gehe: "Wir wollen uns als Gemeinde Jesu Christi in dieser Welt gut aufstellen."

Gemeint ist damit die für das Jahr 2024 geplante Fusion der Kirchengemeinden Altenholz und Schilksee-Strande mit den Nachbarn in Pries-Friedrichsort und Holtenau. Sie ist nur möglich, wenn alle vier demselben Kirchenkreis angehören.

Diesen nächsten Schritt hatte Bischof Gothart Magaard bei seiner Predigt im Gottesdienst schon vor Augen. Die vier Gemeinden hätten einen Weg entwickelt, künftig gemeinsam und gut abgestimmt für die Menschen jenseits des Nord-Ostsee-Kanals da zu sein. "Die Kirche in der Nordkanalregion kann auf der Suche nach den neuen Wegen und Richtungen anderen zum Kompass werden, wenn sie die unterschiedlichen Menschen, deren Wege sich hier kreuzen, im Blick behält und mit ihnen Neues wachsen lässt", sagte Magaard voraus.

Den feierlichen Gottesdienst gestalteten Ehrenamtliche sowie alle Pastorinnen und Pastoren der vier Kirchengemeinden mit. Nur einer fehlte: Jens Voß, Pastor in Holtenau, hatte mit Corona zu kämpfen.

Als erste Amtshandlung führte schließlich Almut Witt als zuständige Pröpstin die neugewählten Kirchengemeinderäte in ihr Amt ein. Verbunden mit guten Wünschen überreichte sie jedem der annährend vierzig Frauen und Männern eine Kerze, bedruckt mit dem Logo des Ev.-Luth. Kirchenkreises Altholstein. (Text & Fotos: Jürgen Schindler, Kirchenkreis Altholstein)

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